Was ist ein Gehaltskonto?

Ein Gehaltskonto ist ein Konto bei einer Bank, Sparkasse oder einem anderen Kreditinstitut, bei dem in erster Linie das monatliche Gehalt des Kontobesitzers eingeht. In der Vergangenheit wurden die Gehälter der Arbeitnehmer in der Regel bar, in der sogenannten Lohntüte, ausgezahlt. Mit Einzug der ersten Girokonten in Deutschland begannen sich auch die Auszahlungsmethoden der Arbeitgeber zu verändern. Neben der Barauszahlung wurde das Gehalt auch per Scheck ausgezahlt, der dann bei einer Bank eingelöst werden musste. Als dem bargeldlosen Zahlungsverkehr immer größere Bedeutung zukam, wurden auch die Löhne und Gehälter auf Konten überwiesen. Diese wurden aus diesem Grund als Gehaltskonto bezeichnet.

Das Gehaltskonto heute

Heute gibt es das ursprüngliche Gehaltskonto kaum noch und es wird meist mit einem Girokonto verbunden. Ursache dafür ist, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr weltweit zugenommen hat. So werden heute Miete, Strom und andere laufenden Kosten meist per Überweisung, Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung bargeldlos vorgenommen.

Da Lohn und Gehälter im Regelfall vom Arbeitgeber auf ein Konto des Arbeitnehmers überwiesen werden, ist das vorhanden sein eines Gehaltskontos eine Grundvoraussetzung. Nur in wenigen Ausnahmefällen werden Gehälter per Verrechnungscheck oder Bar ausgezahlt.

Ein Gehaltskonto kann bei jeder Bank eröffnet werden. Wie auch beim Girokonto muss der Kunde volljährig sein und sich ausweisen können. Bei Minderjährigen ist das Eröffnen eines Gehaltskontos mit der Einwilligung der Erziehungsberechtigten möglich.

Kosten eines Gehaltskontos

Die Höhe der monatlichen Grundgebühren bei einem Gehaltskonto können je nach Bank unterschiedlich sein. Ein wichtiger Bestandteil der Kontogebühren besteht aus der monatlichen Grundgebühr. Diese kann je nach Bank zwischen 5 € und 6 € liegen. Hinzu kommen die Kosten für die jeweiligen Buchungsvorgänge, welche z.B. durch Überweisungen entstehen. Um das Eröffnen eines Gehaltskontos für den Kunden attraktiver zu gestalten, bieten immer mehr Banken, Sparkassen oder Direktbanken ein kostenfreies Gehaltskonto zum Teil auch ohne monatlichen Mindesteingang an, in dem unter umständen auch eine bestimmte Anzahl Buchungsposten per Monat kostenfrei oder vergünstigt sind. Einen zusätzlichen Bonus in Form eines Dispokredites oder der EC-Karte gehört ebenfalls mit zu den Angeboten vieler Banken.

Ein Dispokredit und die EC-Karte sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. Hier können jährliche Gebühren für die EC-Karte oder Sollzinsen für einen genutzten Dispositionskredit zwischen 6 € und rund 14 € per Jahr anfallen. Um diese Kosten gering zu halten, kann ein Kostenvergleich vor dem Eröffnen eines Gehaltskontos von Nutzen sein.